Lastprofilverfahren

Im Netzgebiet der Stadtwerke Prenzlau GmbH kommt das synthetische Standardlastprofilverfahren zur Anwendung.

Für die Abwicklung der Stromlieferung an Letztverbraucher mit einer jährlichen Entnahme von bis zu 100.000 Kilowattstunden werden standardisierte Lastprofile verwendet. Zur Anwendung kommen dabei folgende Lastprofiltypen:

 Lastprofil G21 - Gewerbebetrieb
 Lastprofil H21 - Haushaltskunde (ohne Dynaminisierung)
 Lastprofil L21 - Landwirtschaftsbetrieb
 Lastprofil B21 - Bandlastkunden (8.760 Benutzungsstunden/a)
 Lastprofil D21 - Dämmerungsgeführte Anlagen
 Lastprofil N21 - Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen Nachtspeicherheizung (getrennte Messung)
 Lastprofil N22 - Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen Nachtspeicherheizung (gemeinsame Messung)
 Lastprofil W21 - Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen Wärmepumpe (getrennte Messung)
Lastprofil E21 - Bandlastkunden (8.760 Benutzungsstunden/a)


Die Zuordnung der Entnahmestellen zu den Lastprofiltypen erfolgt durch den Netzbetreiber entsprechend der vorwiegenden Nutzungsart der Entnahmestellen.

Die Zuordnung zu einem anderen Standardlastprofil kann durch den Lieferanten unter Einhaltung einer Frist von mindestens einem Monat zu den beabsichtigten Zeitpunkt der Änderung beantragt werden (Änderungsmeldung).

Zur Vermeidung der Zuordnung eines ungerechtfertigten Standardlastprofiltyps wird der Netzbetreiber erforderlichenfalls entsprechende Belege beim Lieferanten anfordern.

Der Netzbetreiber ist berechtigt, die Standardlastprofile mit einer Frist von einem Monat zu ändern, zu erweitern oder zu ergänzen sowie neue Standardlastprofile einzuführen und die Entnahmestellen ggf. neu zuzuordnen. Der Lieferant wird hierüber rechtzeitig informiert.